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HAYLEY BERESFORD

 

 

Meine Geschichte hat mich gestaltet, meine Erfahrungen bringen mich weiter und meine Lebenseinstellung prägt mich

 

 

Als Tochter einer tief im Pferdeuniversum verankerten Familie mit sehr pferdeliebenden Eltern lebte ich den Traum eines jeden pferdeverrückten Kindes. Ponys zu Hause, Ställe gleich hinter dem Haus und sachkundige, unglaublich unterstützende Eltern.

 

 

Ich hatte das außergewöhnliche Glück, schon in jungen Jahren alle Reitdisziplinen auf einem ziemlich hohen Niveau ausüben zu können. Aber ein noch größeres Glück war, dass wir in einer Nachbarschaft mit vielen gleichaltrigen, pferdebegeisterten Kindern lebten. Wir verbrachten unsere Wochenenden damit, die Grünflächen um Narrogin und das umliegende Buschland, "Foxes Lair", mit unseren sehr geduldigen Ponys unsicher zu machen. Wir sprangen über Gartenzäune, Hecken und "Straße gesperrt"-Schranken, rasten Gräben und Ufer rauf und runter, jagten Kängurus und Schafen hinterher, gingen mit den Ponys im Staudamm schwimmen... Was auch immer es war, unsere Ponys und wir haben es gemacht – und nicht selten sind wir auf unseren Hintern gelandet, weil die Ponys uns abgeworfen haben (in aller Regel wohlverdient) und allein nach Hause zurückgelaufen sind!

 

 

Nun aber etwas ernsthafter: Das Training zu Hause war eine nüchterne Angelegenheit, und egal, welche Disziplin ich gerade trainierte, hinter mir stand immer meine Mutter oder mein Vater. Springen, Dressur, Showing, Vielseitigkeitsreiten... egal bei welchem Wetter! Ich habe wirklich alles gemacht, und wir Beresfords, nun ja, wenn wir etwas beginnen, dann versuchen wir verflixt nochmal, die Besten darin zu sein!

 

 

Gleich, ob ich damit geboren oder ob es mir durch meine Eltern anerzogen wurde – meine besondere Lebenseinstellung ist es, die mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Obendrein haben so viele wunderbare Menschen meinen Karriereweg und meine Erfahrungen positiv beeinflusst. Zeitlebens schon bin ich entschlossen, ständig besser zu werden. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Horizonten und Grenzen und nach Dingen, die optimiert werden können. Es braucht Konzentration und Hingabe, kombiniert mit kühner Entschlossenheit und Hartnäckigkeit, aber ich glaube wirklich, dass jeder Mensch das erreichen kann, wonach er strebt. Man kann vielleicht nicht alles auf einmal haben... Aber wir alle können auf das hinarbeiten, wovon wir träumen!

 

 

Im Laufe meiner Reitsportkarriere habe ich immer wieder wunderbare Impulse durch Andere bekommen. Als ich ein Kind war, fuhren wir meilenweit, um an Trainingscamps mit Gasttrainern teilnehmen zu können. Zu den wunderbaren Menschen, die mich begleitet und unterstützt haben, gehören neben meinen Eltern auch Clemins Dierks, Harry Boldt, Roger Fitzhardinge, Nadine Merreweather, Lance Ludgate und David Dobson. Meine zwei ersten "Pferdejobs" waren bei Mary Hanna und Jim und Emmie Schmul; in beiden Ställen bekam ich einen Vorgeschmack auf das, was Professionalität bedeutet und auf das, was die Branche ausmacht.

 

 

Meine Entscheidung, nach Europa umzusiedeln, habe ich erst nach längerer Zeit getroffen. Ich hatte mir in Australien einen bedeutenden Namen gemacht und es ging mir gut dort. Ich dachte nicht, dass ich das Zeug dazu hätte, mich in Europa als Reiterin durchzusetzen. Ich wollte nicht in der Versenkung verschwinden und nur Ställe ausmisten müssen in einem kalten Land, weit weg von meinen Freunden und meiner Familie.

 

 

Isabell traf ich zum ersten Mal in einer Meisterklasse, als ich 21 Jahre alt war und ein relativ herausforderndes junges Pferd ritt. Wir beide kamen wirklich gut miteinander klar und ich war jedesmal stolz, wenn Isabell mich für etwas lobte. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht bereit, Australien zu verlassen. Ich hatte dort Aufgaben zu erledigen, und Ställe ausmisten stand nicht gerade weit oben auf meiner Prioritätenliste.

 

 

Ein paar Jahre später kam Isabell wieder nach Australien und ich legte Wert darauf, wieder von ihr trainiert zu werden. Mit dem gleichen Pferd, das sie damals als Jungpferd gesehen hatte, hatte ich alles trainiert, soweit wie ich es mir selbst beibringen konnte – zum Beispiel Einerwechsel oder Trab auf der Stelle. Aber ich war ziemlich ratlos, was ich als Nächstes tun sollte. Ich hatte das Pferd zu der Zeit, als Isabell mich besuchte, eigentlich schon verkauft, aber ich hatte dafür gesorgt, dass ich es bis zu diesem Training weiter reiten durfte. Ich war quasi an einer Weggabelung angelangt und mir wurde klar, dass ich so weit gekommen war, wie ich alleine konnte. Ich wusste nicht, wie ich mich noch weiter auf den Grand Prix vorbereiten sollte und war gleichzeitig fasziniert von der europäischen Bühne.

 

 

Wenige Wochen später, im Alter von 26 Jahren, war ich auf dem Weg nach Rheinberg in Deutschland. Ich blieb fast fünf Jahre lang dort und in dieser Zeit lernte ich alles von Isabell, was ich nur konnte. Es war eine herausfordernde, aber wunderbare Erfahrung, und ich bin sehr dankbar für die vielen wundervollen Pferde, die ich dort reiten konnte und für das, was ich lernen durfte. Meine ersten internationalen Wettbewerbe, mein erster Grand Prix, die Olympischen Spiele 2008, Weltmeisterschaften und Top-Wettbewerbe kamen dazu. Ich habe in dieser Zeit so viel gelernt. Isabells Worte klingen immer noch in meinen Ohren, wenn ich jeden Tag aufs Neue von den Pferden gefordert werde, die ich jetzt trainiere.

 

 

Im Jahr 2010 entschied ich mich, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Irgendwann müssen wir immer den nächsten Schritt gehen, und so schwierig es auch war, die Sicherheit von Isabells Stall zu verlassen, so sehr war es das Richtige für meine Karriere. Viele Erfolge, viele Fehler begleiteten meinen Weg. Unter dem Strich lernte ich ständig dazu und entwickelte mich immer weiter, so wie auch heute. Letzten Endes gehe ich immer schrittweise voran. Nach wie vor träume ich von neuen Herausforderungen und neuen Zielen, und langsam aber sicher arbeiten wir so unsere Liste an Zielen ab, die wir im Laufe unseres Lebens noch erreichen wollen.

 

 

2018 habe ich einen großen Schritt gemacht. Im Januar kauften meine Partnerin und ich die Anlage "Eiserner Hof", nachdem wir sie die letzten vier Jahre gepachtet hatten. Das Unternehmen führe ich jetzt in Partnerschaft, und Jule und ich teilen die Vision, einen "Ort für uns" zu erschaffen, an dem wir unsere Träume verwirklichen können – indem wir unsere Leidenschaft, unseren Sport und unser Zuhause vereinen.